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Deutsch-Polnische Konferenz „Raum ohne Grenzen“

Wettbewerb für modellhafte Kooperationsprojekte im deutsch-polnischen Grenzraum

14.-15. Okober 2014, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Erich-Klausener-Saal | Invalidenstraße 44 | 10115 Berlin

Download: Ankündigung für Studierende (PDF)

 

Studentische Ideenwerkstatt „Visionen 2030“

Gegenstand der Ideenwerkstatt ist die Entwicklung kreativer Szenarien für die Entwicklung des Grenzraumes bis zum Jahr 2030. Streiflichter dieser Ideen sollen bereits im Rahmen des Vorabendprogramms in ansprechender Weise präsentiert werden. Eine ausführlichere Präsentation der Ergebnisse (max. 30 Minuten) erfolgt im Rahmen des Vormittagsblocks der Tagung.

Die Federführung zur Vorbereitung der Werkstatt haben Uniwersytet Szczeciński (Katedra Badań Miast i Regionów, Prof. Dr. Marek Dutkowski) und die Hochschule Neubrandenburg (Fachgebiet Baurecht/Planungsrecht, Prof. Dr. Peter Dehne) übernommen. Ein erstes direktes Treffen der beiden Professoren fand am 2. Juli in Stettin statt.

Als besondere Herausforderung bei der Organisation des Workshops wird von den federführenden Partnern die Mobilisierung einer substanziellen Anzahl von Studierenden an der Veranstaltung eingeschätzt. Deshalb ist deren rechtzeitige Information - noch im Juli -essenziell.Aus diesem Grunde ist bereits im Juli von der Hochschule Neubrandenburg eine erste Einladung an potenzielle Teilnehmer versandt worden. Die Werbung von Teilnehmern erfolgt sowohl an den beiden federführenden Hochschulen als auch über direkte Kontakte mit anderen Hochschulen.

Am 20./21. wurde ein Wochenendseminar für die beteiligten Studierenden in den Räumen der Stettiner Uni veranstaltet, das einem ersten Kennenlernen sowie der Grundlagenvermittlung zur Vorbereitung der Ideenwerkstatt diente. Zudem wurde ein Moodle mit verschiedenen planungsrelevanten Dokumenten angelegt, das von den Studierenden als Informationspool genutzt werden kann.

Werkstätten

Die vier Workshops dienen der Sammlung von Handlungsbedarfen und der Diskussion von Maßnahmenideen für die Entwicklung des Grenzraums. Von ihnen werden nicht zuletzt Impulse für die Arbeit des Deutsch-Polnischen Raumordnungsausschusses erwartet.

Sie konzentrieren sich auf die wichtigsten Kooperationsfelder der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Raumordnung und räumlicher Entwicklung, die u.a. im Rahmen des MORO-Wettbewerbs identifiziert wurden und die auch in der Prioritätensetzung der drei deutsch-polnischen Kooperationsprogramme im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit für den Zeitraum 2014 bis 2020 ihren Ausdruck gefunden haben.
In ihnen sollen sowohl die nationale als auch die regionale Ebene (Länder, Wojewodschaften) eine sichtbare Rolle spielen.

Im Rahmen der Workshops sollen gleichfalls Erfahrungen und Erkenntnisse aus den übergeordneten Strukturen, Instrumenten und Dokumenten der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Raumordnung und räumlicher Entwicklung berücksichtigt werden.

Die Diskussion in den Workshops wird auf folgende Bereiche fokussiert geführt:

  1. Grenzübergreifende Siedlungsstrukturen
    In diesem Workshop wird die grenzübergreifende Reaktion der Raumordnung auf siedlungsstrukturelle Herausforderungen thematisiert, mit Schwerpunkten auf dem Grenzüberschreitenden Metropolraum Szczecin und den grenzüberschreitenden Doppelstädten. Adressaten des Workshops sind in erster Linie Vertreter der regionalplanerischen Ebene und der Kommunen.
  2. Grenzüberschreitende Erreichbarkeiten
    Gegenstand des Workshops ist der Beitrag der grenzüberschreitenden Ausrichtung von Verkehrsverbindungen auf die räumliche Kohärenz und Erreichbarkeit des deutsch-polnischen Grenzraums, mit besonderem Gewicht auf dem Öffentlichen Personenverkehr und innovativen Lösungen, die den besonderen Bedarfen des Grenzraums entsprechen. Themen wären dementsprechend z.B.:
    * integriertes Ticketing
    * integrierte Fahrpläne
    * koordinierte Fahrpreise
    Der Workshop ist insbesondere an Vertreter der Selbstverwaltung aller Ebenen sowie von Unternehmen und Initiativen des Verkehrssektors gerichtet.
  3. Touristische Erschließung und Entwicklung
    Die Teilnehmer des Workshops tauschen sich über Möglichkeiten aus, die attraktiven naturräumlichen und kulturellen Potenziale des deutsch-polnischen Grenzraums durch dessen effektivere touristische Erschließung noch besser zu nutzen und bekannt zu machen. Der Workshop richtet sich infolgedessen vorrangig an Vertreter der Verwaltungen, Verbände und Organisationen, die sich der Entwicklung des Tourismus und der Naherholung im deutsch-polnischen Grenzraum widmen.
  4. Bedarfe und Instrumente lokaler grenzübergreifender Zusammenarbeit
    Der Workshop gibt Vertretern der lokalen/kommunalen Ebene die Gelegenheit, ihre Bedarfe im Bereich der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in der räumlichen Entwicklung darzustellen. Die Teilnehmer des Workshops artikulieren Ideen, welchen Beitrag die Institutionen der nationalen Ebene zur gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen vor Ort (z.B. demografischer Wandel) leisten können.

Die Workshops beginnen jeweils mit zwei fünf- bis zehnminütigen Impulsreferaten zweier „Tandems“ aus Deutschland und Polen (Referat und Ergänzung) – idealerweise aus Praxis und Forschung - ggf. ergänzt um weitere kurze Erfahrungsberichte über erfolgreiche Beispiele deutsch-polnischer Zusammenarbeit in der Raumordnung bzw. räumlichen Entwicklung.

Sie orientieren sich an den Kernfragen der Veranstaltung, bezogen auf das jeweilige Themenfeld:

  • Welche Herausforderungen sind gemeinsam zu meistern?
  • Welche Instrumente stehen zur Verfügung, um die Herausforderungen mittels konkreter Projekte anzugehen?
  • Wie wird die Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzraum im Jahr 2030 aussehen?

Der Meinungsaustausch wird vom Moderatoren-/Berichterstatter-Team (ein polnischer und ein deutscher Moderator bzw. Berichterstatter je Workshop) anhand der Kernfragen - ggf. unter Hinzuziehung von auf ihrer Basis formulierter Leitthesen - strukturiert.

Die Ergebnisse der Diskussion in den vier Werkstätten werden von dem jeweiligen Team dokumentiert und den Teilnehmern der Konferenz gegen Ende der Veranstaltung im Plenum präsentiert und ggf. diskutiert. Sie sollen auch als Input für den deutsch-polnischen Raumordnungsausschuss genutzt werden.

 

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Deutsch-Polnische Konferenz „Raum ohne Grenzen“ // 14.-15. Okober 2014, BMVI Berlin